Leider keine Lorbeerenernte in Meerane

Geschrieben von TinoL am 03.10.17 um 15:22 Uhr • Kommentare (0) • Artikel lesen

Mit großer Spannung machten wir uns am vergangenen Samstag auf den Weg nach Meerane zur Endrunde der Knaben C- Meisterschaft des Mitteldeutschen Hockeyverbandes. Nacheinander trudelten dort unsere Spieler und die wohl kaum weniger aufgeregten Väter auf der Hockeyanlage ein. Nach kurzem "Hallo" ging es zum Aufwärmen und Einspielen auf den Platz und zunächst war dort tatsächlich Sonnencreme das wichtigste Equipment. Aufstellung verlesen, einen Matchplan gemacht und somit war angerichtet. Leider kann ein Spielstart dann viel schlechter auch nicht sein, denn unmittelbar nach Anpfiff und noch bevor wir hätten „Jetzt geht`s endlich los!“ sagen können, stand es schon 1:0 für Erfurt. Selbst ich stand noch gar nicht richtig auf dem mir zuvor von den Schiris zugewiesenen Platz, als ein Erfurter Stürmer bereits unsere gesamte Abwehr durchlaufen hatte. Kein schöner Muntermacher, aber unsere Jungs erholten sich von diesem Schock und fanden nachfolgend doch ins Spiel. Zugegebenermaßen gelingt mir nach so einem ereignisreichen Tag keine chronologische Torreihenfolge mehr, aber in Erinnerung blieb, dass diesmal immerhin bereits unsere 2te Penaltychance genutzt werden konnte. Nachfolgend ging es munter hin und her, alle durchlebten ein wahres Wechselbad der Gefühle und es fielen Tore auf beiden Seiten. Letztlich gelang uns kurz vor Schluss auch noch der 3:4 Anschlusstreffer und wirklich unvergesslich blieb eine selbst erarbeitete Großchance für Aarian. Dieser umspielte in den letzten Sekunden, die Erfurter Abwehr, auch deren Torwart und verfehlte dann aber das leere Tor. Allerdings auch aus einem wenig günstigem Winkel. Vielleicht hätte er den Ball einfach hineinführen sollen, aber hinterher ist man immer schlauer… . Somit ging das erste Spiel verloren und jeder wusste, dass es gegen die nun folgenden Köthener nicht eben leichter werden würde.

Erneut fiel leider ein recht frühes Tor gegen uns, aber wieder machte uns ein fast genauso schnell nachfolgender Ausgleich Hoffnung. Aber Hoffnung war an diesem Tag eh' eine grausame Geliebte und von da an verloren wir dann auch völlig den Faden. Köthen schenkte uns recht leicht und in kurzer Zeit 4 Tore hintereinander ein. Berichtenswert ein Penalty von Felix, welchen dieser nutzte um den Torwart zu überlupfen. Ich dachte ich muss mich kneifen, denn das hatten wir ja nun noch gar nicht trainiert. Klappte zwar auch fast, aber für „fast“ gibt’s halt nicht viel. Immerhin gaben unsere Spieler auch in der zweiten Halbzeit nicht auf und kämpften tapfer weiter. Am Ende stand mit 9:3 unsere höchste Saisonniederlage fest und es wartete mit Jena der Sieger der Vorrundenstaffel A auf uns.

Doch auch beim Spiel um Platz 5 verließen wir nicht als Sieger den Platz. Immerhin konnten wir diesmal einen neuerlichen Rückstand in eine 2:1 Führung wandeln, was wir insbesondere einem Penalty-ähnlichen Solo von Henrik zu verdanken hatten. Aber schon vor der Pause stand es wieder 2:3 gegen uns. In diesem Spiel zeigte Timon alte Stärken und hielt das Ergebnis durch unzählige hervorragende Paraden in Grenzen, so dass er anschließend sogar ein Abwerbungsangebot (220 Thüringer Bratwürste) aus Erfurt bekam. Endstand dann 2:4 und irgendwie auch gut, dass es für heute vorbei war.

Fazit: Auch wenn wir an diesem Tage recht eindeutig und ehrlicherweise nicht unverdient als Verlierer aus den Spielen gingen, so wurden wir gefühlt doch unter Wert geschlagen. Irgendwie bekamen wir nicht unser tatsächliches Leistungsvermögen auf den Platz. Technisch bzw. individuell konnte fast jeder mithalten, aber es fiel auf, dass es bei uns kaum ein Zusammenspiel zwischen den Mannschaftsteilen gab. Da war wirklich zu viel auf Zufall angelegt. Ebenso wirkten unsere Gegner viel munterer und cleverer.

Trotzdem ein tolles Ergebnis, denn wir haben in der Vorrunde Spitzenergebnisse erzielt, waren bei der Endrunde dabei, haben den ESV gleich zweimal geschlagen und sind hinter Meerane ja dann eigentlich sogar Vizemeister von Sachsen.

Allen Daumendrückern und Mitfiebernden noch einmal vielen Dank! Den vielen Fahrern (nicht nur heute), sonstigen Unterstützern und Urlaubsverschiebern (Respekt) natürlich sowieso!

   Thomas Pietzsch

P.S. Timon hat das Angebot natürlich abgelehnt und bleibt in Pillnitz! Und wer jetzt noch traurig ist, der betrachte den unbekannten Meeraner Hockeyhund.

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