13.04.17, 20:37 Uhr • Kommentare (0) • Artikel lesen
Nun war es also wieder so weit. Es wurde Zeit die schlanken Schläger, die dicken Handschuhe und die hellen Sohlen in den Schrank zu räumen. Die kalten Monate waren vorbei, der Kunstrasen spross in allen Schattierungen die das Grün der Natur zu bieten hat und es wurde wieder Zeit die Stollen an die Schuhe zu schrauben. Die ersten Schritte aus den schützenden Schatten der liebgewonnen Hallen der mitteldeutschen Hockey Liga mussten für die Herren des Pillnitzer Hockeyvereins also schon am Samstag gewagt werden. Endlich wieder frische Luft, frisches Granulat und noch frischere Gegner. Denn gleich zu Beginn der diesjährigen Naturburschen-Saison ging es in einem Testspiel gegen unsere Sportsfreunde aus Lauchhammer, gepaart mit den noch aus der Hallensaison bekannten Pikkolo schenkenden Samaritern aus Elsterwerda, die uns freundlicher Weise auch ihren Platz zur Verfügung stellten.
So lange Wege noch nicht gewöhnt einigte man sich einvernehmlich auf eine Spielzeit von drei mal zwanzig Minuten. Doch allein die humane Spielzeit reichte den unvorbereiteten Pillnitzern noch nicht. In Anbetracht der langen Wege, die ein solches Großfeld mit sich bringt, waren die Herren eingeschüchtert. Solche Wege kannten sie aus dem Training bisher nur, wenn sie den Ball neben das Tor, in die angrenzenden Weinberge gesäbelt hatten. So mussten zur Unterstützung auch die Jugendspieler ran, die nun in dem Alter sind, die alten Herren ordentlich zu unterstützen. Also bekamen die Männer aus den Weinbergen dankenswerter Weise Support vom B´n´B Dreamteam des Pilnitzer HV - alias Ben Buchbach und Ben Schilling. Doch auch das schien nicht genug. Wie auch in der letzten Feldsaison kamen uns wie rettende Engel vom Himmel, vier Jungs aus Görlitz zur Hilfe geeilt und stockten das Team auf.
Und um 12 Uhr – für die meisten der Pillnitzer nach den Abschlussturnieren der Hallensaison eine eher unbekannte Uhrzeit – wurde das erste Testspiel auch schon angepfiffen. Zuerst wollten die Pillnitzer Herren den Gegner reichlich verwirren und ließen sich ihre Schwächen kaum anmerken. Die Naturburschen aus dem unbeugsamen Dorf nahe Dresdens machten in den ersten Minuten ordentlich Druck. Der Aufbau aus der Abwehr hinaus, die Laufwege im Sturm und einige spierische Kombinationen ließen den Gegner beinahe vermuten, dass die Pillnitzer tatsächlich auf dem grünen Untergrund ordentlich trainiert hätten.
Bis zum Schusskreis sah das Spiel der Männer in weiß und grün – weinrote Auswärtstrikots ausstehend – nach äußerst akzeptablen Hockey aus. Doch passierte einer der Spieler mit der weißen Kugel die schicksalshafte Linie des gegnerischen Schusskreises, schien nicht mehr alles so glatt funktioneren zu wollen wie noch wenige Meter zuvor. Klare Chancen konnten nicht genutzt und der gegnerische Torwart somit in die Hall of Fame des Hockeys geschossen werden. Nichtsdestsotrotz ließen einige Torschüsse und Stecher tatsächlich Qualität hinter dem jeweiligen Schlägerhalter der Pillnitzer Seite vermuten. Völlig beflügelt und euphorisch von der Qualität ihr
es eigenen Spiels wurde die Mannschaft des Pillnitzer HV etwas unaufmerksam und gab dem Gegner die Chance auf einen Führungstreffer, den diese – wie zu erwarten – auch nutzten. Das erste Drittel endete also mit einem Rückstand der Gastmannschaft aus den Weinbergen, trotz der vielen Chancen.
Doch ihre Motivation wollten sich die Jungs nicht nehmen lassen. Frisch gestärkt und durch klare Ansagen des Cheftrainers neu motiviert wollten die Pillnitzer nun also in der zweiten der drei Runden zum Angriff blasen.
Doch scheinbar schien schon im ersten Drittel der Angriff zu laut geblasen worden zu sein und somit war für die zweite Runde nur noch wenig Luft übrig. Durch Unachtsamkeiten in Zuordnung konnten die Gegner wieder an Stärke gewinnen und kamen dem Pillnitzer Kreis immer häufiger immer näher. Als die Spieler aus Lauchhammer und Elsterwerda letztlich direkt am Schusskreis der Gastmannschaft vom PHV standen, hatte scheinbar keiner der Jungs in weiß mehr die Motivation sich die Kugel zurückzuholen und ließ die Gegenspieler passieren. Diese ließen sich das nicht zwei Mal sagen und ergriffen die Chance zur 2:0 Führung. Etwas irritiert legten die in Rückstand geratenen Pillnitzer wieder eine Schippe drauf. Weniger jedoch eine ganze Schaufel, als eine Spielzeugschippe aus dem Sandkasten.
Zwar reichte diese für einen Anschlusstreffer zum 2:1 durch Markus „die Maschine“ Kämpfe – doch böse Zungen behaupten vieles was dort vorn im Kreis passierte basierte mehr auf Glück, als auf Verstand. Wie immer war das Spiel im Schusskreis von den Pillnitzern verflucht und die kleine Kugel wollte einfach nicht im Netz der Gegner landen.
So stand auch das letzte Drittel voll und ganz im Zeichen der Resignation. Die Pillnitzer wollten einfach nicht zu viel von dem preisgeben, was die gegnerischen Mannschaften in der Saison so alles zu erwarten haben und begnügten sich deshalb mit dem Stand von 2:1. Wenigstens konnte defensiv von allen ausreichend gearbeitet werden, um den Spielstand zu halten und so den Ausgang des Testspiels zu besiegeln.
Alles in allem war dieses Spiel ein recht gelungener Start in die Saison auf dem Rasen. Die ersten Ansätze der Pillnitzer Mannschaft waren zu erkennen und wir wissen nun, woran wir zu arbeiten haben. Mit anderen Worten: Wäre alles glatt gelaufen hätte unser Trainer ja nichts mehr zu tun. So konnte er unser Spiel als zahlenmäßig ausreichend besetzte Mannschaft bewerten und uns in Form bringen für unser erstes Spiel in nagelneuen, weinroten Trikots...
Raphael Howein
23.03.17, 20:19 Uhr • Kommentare (0) • Artikel lesen
…, unsere Knaben B können in der eigenen Halle auch siegen.
Am vergangenen Sonntag waren wir kurzfristig als Ausrichter der Platzierungsrunde des diesjährigen Pokalwettbewerbs in dieser Altersklasse eingesprungen. Da der HC Niesky kurzfristig abgesagt hatte, wurde auf unsere Initiative hin der Spielplan dahingehend geändert, dass an diesem Tag jede Mannschaft gegen jeden spielen sollte. Insgesamt warteten also auf die Teams, zu denen neben uns als Gastgebern Verrtretungen aus Jena, Erfurt, Meerane und Lauchhammer gehörten, vier Spiele in der Sporthalle des Hans-Erlwein-Gymnasiums.
Im Verlauf des Turniers konnten sich unsere Jungs nicht nur kontinuierlich steigern, sondern es wurde auch so manches Trauma überwunden. Dabei wartete gleich im ersten Spiel mit dem HC Lauchhammer ein Angstgegner auf die jungen Pillnitzer. In der Vorrunde mussten wir uns im Rückspiel den Brandenburgern nach einem 0:0-Unentschieden im ersten Spiel im letzten, entscheidenden Spiel mit 1:0 geschlagen geben. Und das auch noch in der eigenen Halle. Zeit, das Blatt zu wenden und dieses Mal einen Sieg einzufahren. Zumal Lauchhammer zu den großen Konkurrenten auf Platz 7 in der Pokalrunde zählte. Gut eingestellt begannen unsere Jungs anders als beim letzten Spieltag dieses Mal sofort hoch konzentriert. Die Abwehr mit Franz und Philipp stand sicher und ließ über die gesamte Spielzeit nicht eine einzige Torchance des Gegners zu. Opfer dieses konsequenten Spiels war nicht zuletzt Florentin im Tor, der kaum einen Ball berühren durfte, das Spiel aber wachsam verfolgte. Anders als bei den letzten Malen gelangen uns dieses mal eine Vielzahl an Angriffen über die Außenbahnen. Durch Pässe von der Grundlinie in den Rücken der Verteidiger konnten wir uns mehrere Torchancen herausarbeiten. Es war schließlich Nicolas, der Mannschaft, Trainer und Eltern mit dem verdienten 1:0 erlöste. Bei diesem Ergebnis sollte es bleiben, der erste wichtige Schritt in Richtung Turniersieg war getan.
Im zweiten Spiel wartete die Vertretung aus Erfurt auf uns. An unserem Spiel änderte sich auch in dieser Partie wenig. Die Abwehr stand, Angriffe wurden überzeugend über die Außenbahnen vorgetragen, so dass Torchancen erspielt werden konnten. Bei Ballbesitz des Gegners wurde gut nach hinten gearbeitet, auch die Mitte wurde überzeugender als im Spiel zuvor zugestellt.Eigentlich gab es wie im ersten Spiel nur zwei Verbesserungsmöglichkeiten: Das war zum einen die Bewegung im Sturm, um den Gegner einmal so richtig durcheinanderzuwirbeln. Und zum anderen die Verwertung der Torchancen. Viele Bälle wurden entweder zu unpräzise auf das Tor gespielt oder aber von einem starken Erfurter Torwart entschärft. Es war am Ende wieder Nicolas, der mit zwei Treffern die Pillnitzer jubeln ließ und damit auch diesen wichtigen Sieg für uns fest machte.
Der SSC Jena sollte im dritten Spiel unser Gegner sein. Das Team aus Thüringen hatte in den Spielen zuvor schon technisch schönes Hockey, aber auch wenig Durchschlagkraft gezeigt. Dennoch ein Gegner, den man keineswegs unterschätzen sollte. Basis auch dieses Spiels sollte die gute Abwehrleistung von Franz und Phillip sein. Beide verstanden es auch immer wieder, wichtige Akzente nach vorne zu setzen, so dass der erste verteidigende Block des Gegners schnell umspielt werden konnte. Allein auch in diesem Spiel wollte das Runde zunächst nicht ins Eckige, bis – wie könnte es anders sein – Nicolas den Bann brach und gleich drei Mal hintereinander traf. Franz sorgte dann kurz vor dem Schlusspfiff mit einem sehenswerten Solo für den 4:0-Endstand. Damit sollte doch endlich der Bann gebrochen sein und auch die anderen Spieler endlich einmal das Tor treffen. Ein letztes Spiel hierfür blieb ja noch.
So kam das Spiel gegen den SV Motor Meerane. In diesem Match wollten wir vor allem durch schnelles Angriffs- und Kombinationsspiel punkten. Durch den Torhunger unserer Jungs, von denen jeder einzelne in diesem Spiel ihre letzte Chance sahen, den Ball endlich auch einmal einzunetzen, verloren wir allerdings ein wenig an Spielordnung, ohne aber wirklich in Gefahr zu geraten. Lasse und Leonhard in den Außenpositionen betätigten sich weiter fleissig als Vorlagengeber, die Verteidiger machten von hinten Druck auf den Gegner. Dieses mal war es Jurek, der mit zwei Treffern – einer davon das schönste Tor des Tages; die Fotos dazu gibt es in einem Extrapost ;-) - für die Führung unserer Jungs sorgte. Für den 4:0-Endstand sorgten schließlich mit weiteren Treffern Franz und wieder einmal Nicolas, der mit 8 Treffern auch Torschützenkönig dieses Turniers wurde. Durch Chancen von Tobias und den Pfostenschuss von Marcel hätte dieses Spiel durchaus auch noch höher ausgehen können.
Alles in allem war es ein äußerst erfreulicher Spieltag, bei dem vieles aus dem Training umgesetzt wurde. Die Hallensaison geht also mit einem Erfolgserlebnis zu Ende. Nun heißt es, sich auf die Feldsaison vorzubereiten. Das Selbstvertrauen dürfte nach diesem Turnier ja da sein.
P.S.: Mein besonderer Dank an dieser Stelle gilt auch allen Eltern, die uns die Saison über super unterstützt haben und ohne die die Absicherung der Spieltage nicht möglich gewesen wäre! Danke, auch Ihr habt mit der Manschaft gewonnen!
André Meyer
22.03.17, 11:31 Uhr • Kommentare (0) • Artikel lesen
Samstag
Nach der Ankunft in Berlin am frühen Morgen bestritten wir unser erstes Spiel mit “Spandau and Friends“. Sowohl dieses als auch das Zweite gegen das Mixteam verloren wir. Jakob beteuerte, es liege am völlig unzureichenden Ausschank von Fanta. Allerdings konnten wir wenigstens am Nachmittag unser letztes Spiel gegen “Moomerland“ mit 1:0 gewinnen. Mit ganzen vier Auswechslern (davon 3 aus der Jugend B) war Pillnitz Samstag noch sehr gut besetzt.
Sonntag
Im ersten Spiel des Tages ging es gegen Holstein, die durchschnittlich jüngste Mannschaft des Turniers. Das Spiel endete 5:0 für Pillnitz und mit diesem Sieg qualifizierten wir uns schließlich für das Spiel um Platz 3. In diesem spielten wir dann gegen ein Team namens “Homodolo“. Trotz der Verluste von Thomas, der sich im Spiel gegen Holstein verletzte, Christophs, der am Vorabend abgereist war und Christians, der für Sonntag im Tor durch Markus abgelöst wurde, konnte Pillnitz auch dieses Spiel mit einem 1:0 für sich entscheiden. Damit belegten wir den 3. Platz und landeten nur hinter den zwei Spandauer Mannschaften.
André Meyer
19.03.17, 18:14 Uhr • Kommentare (0) • Artikel lesen
Nicht zu bremsen waren heute unsere Knaben B in der Platzierungsrunde des Pokalwettberwerbs in der eigenen Sporthalle. Mit vier Siegen und 11:0 dominierten die Jungs den letzten Spieltag der Hallensaison deutlich. Herzlichen Glückwunsch!
André Meyer
13.03.17, 12:36 Uhr • Kommentare (0) • Artikel lesen
Als Gastgeber und Turnierausrichter empfingen wir am Samstag die Mannschaften aus Chemnitz und Erfurt. In Bestbesetzung und mit unserer gefürchteten Ultragruppierung „Lieblingsspieler – Mein Sohn“ im Rücken, konnte in den letzten beiden Spielen der Saison ja fast nichts schief gehen. Chemnitz hatten wir in der Vorrunde bereits mit 5:0 bezwungen und auch diesmal gelang ein sehr überzeugender 3:0 Sieg. Dieser hätte durchaus höher ausfallen können, wenn die eigenen Gelegenheiten cleverer genutzt worden wären. Ein wenig vermisst wurden diesmal allerdings die Spielfreude und das Feuer der vergangenen Partien. Wobei unsere Knaben sehr positionstreu spielten, sich sehr diszipliniert an die taktischen Vorgaben hielten und dies ist hierfür vielleicht eine Erklärung. Anerkennen muss man aber auch, dass die Chemnitzer Jungs sehr gut verteidigten und auch einen wirklich guten Schlussmann mitgebracht hatten.
Nicht unterstellen möchte ich, dass sich einige der Pillnitzer Jungs für die offensichtlich bevorstehende Weltmeisterschaft im haschen spielen schonen mussten. Diese wurde in der einstündigen Spielpause wohl auch souverän gewonnen?! Da sich die Verletzungen in Grenzen hielten, verbuchen wir dies einfach mal als teambildende Maßnahme!
Im Spiel zwei gelang gegen Erfurt nach zeitiger Führung ein, nur in der Schlussminute noch wackelnder, 4:2 Sieg. Aber auch dieser war nie wirklich in Gefahr, da wir viel wechselten und so sicher vermeidbare Unruhe ins eigene Spiel getragen wurde. Zeitweise spielten wir auch ohne unsere Führungsspieler und so konnten sich einige der Nachrücker hier schon einmal an die zukünftige Verantwortung beim Spielaufbau gewöhnen. Wenn dann am Ende aber zwei ungefährdete Siege zu Buche stehen, dann spricht das sicher für unsere wirklich tolle Mannschaft. Eine großartige Saison mit nur einer Niederlage in 11 Spielen geht zu Ende! Toll Jungs und wirklich ein toller Lohn für Euren Trainingsfleiß!
Zum Schluss gab es noch eine Siegerehrung und für unsere Jungs eine Urkunde mit einer dicken 1 drauf, jede Menge Fototermine und sogar Kindersekt.
Dank an dieser Stelle an alle helfenden, die Daumen drückenden, Kuchen backenden und Auswärts so fahrbereiten Eltern!
Dank aber auch an alle, die heute hinter den Kulissen für ein, bis auf die musikalische Pausengestaltung, geräuscharm und reibungsfrei verlaufendes Turnier sorgten! Dies waren heute: Maik, André, Thomas Z., Jacob, Marc, Florian, Udo, Klaus, Til und Ben.
Thomas Pietzsch
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